(2019)

Bad Honnef ist eine Stadt im Rhein-Sieg Kreis und Alexander von Humboldt soll es einst als „Nizza am Rhein“ bezeichnet haben. Obwohl er nie in Nizza war. Ich schon! Und auch einige Male in Bad Honnef um von hier aus zu wandern. – Was soll ich sagen – hübsches Städtchen. Also Nizza. 😛 

Vom Bahnhof bis zum Einstieg der eigentlichen Etappe muss ich erstmal durch die Fußgängerzone, an zahlreichen, allerdings wenig an Nizza erinnernden kleinen Geschäften und Gastronomien, dannn durch die Wohnsiedlungen mit ganz schnieken Häuschen vorbei, bis ich dann bald auf dem Rheinsteig bin.

Dann gehts durch eine lange Allee, es riecht nach Gras und Blumen – wie aus dem Bilderbuch!

Bald komme ich an der Hofgemeinschaft Mucherwiese vorbei, die idyllisch in einem Wiesental liegt und 1935 vom Maler und Bildhauer Walter Kniebe gegründet worden. Heute ist es ein Ort der Erholung für Familien und Menschen, die Natur, Entspannung und Ruhe suchen.

Vorbei am Bildstock „Auge Gottes“, Breitbachtal und dem Wochenendplatz „Bruchhauser Heide“ komme ich nach einem steilen Abstieg am kleinen, künstlich angelegten Wasserfall im Hähnerbachtal an. Zwei oder drei Bänke stehen unmittelbar davor, wo man auch kurz Rast machen könnte.

Ich gehe aber weiter, hier durch einen schönen Wald…

… auf schmalen Pfaden, bis Orsberg und von da ist es nicht mehr weit bis Erpeler Ley.

Die Erpeler Ley ist ein Basaltfels, der durch abgekühlte und erstarrte Lava entstanden ist. Von hier aus hat man einen weiten Panoramablick über den Rhein, das Siebengebirge und die anliegenden Ortschaften.

 

Nach einer kleinen Pause gehe ich wieder durch den Wald hinab, später durch die Ortsgemeinde Karsbach. Gepflegte Häuser, schöne Grundstücke, Tiere und freundliche Menschen vermitteln den Eindruck einer ländlichen Idylle.

? Rheinsteig: Aquarellfarbe und Stifte auf DIN A 4 Aquarellpapier

Die Brücke der Kasbachtaler Bahn, eine der steilsten Bahnstrecken in Deutschland, nehme ich mir als Bildmotiv für ein schnelles Aquarell.

Dann folgt noch ein letzter, kurzer, aber steiler Aufstieg. Belohnt wird man mit diesem Blick auf den Rhein und die Ortsgemeinde Ockenfels. Eine Bank zum Durchatmen gibt es da auch, nur leider konnte ich die Ruhe da nicht lange für mich alleine genießen. 5 Minuten nach mir kam eine gut gelaunte, vor Anstrengung laut keuchende Wandertruppe an, mindestens 10 Leute. NRW ist dicht besiedelt, das merkt man auch beim Wandern – allein ist man hier selten. 😀

Da wo es hoch geht, geht es auch wieder runter. Ein Abstieg mit Weitblick auf den Rhein…

… vorbei an der Ockenfelser Burg, die man aber nur von draußen betrachten kann…

… bis zum Tagesziel nach Linz am Rhein.

Gepflegte Fachwerkhäuschen bestimmen die Innenstadt, durch die ich noch eine kleine Runde drehe.

Nach einer Mahlzeit in einer Gaststätte sitze ich noch eine Weile am Rhein, warte auf meinen Zug und sehe dabei der Sonne zu, wie sie langsam hinter dem Horizont verschwindet.