Da es gestern so gut geklappt hat, laufe ich heute auch ohne konkretes Ziel los und schaue unterwegs wohin es mich treibt.

Bei strahlendem Sonnenschein und mit guter Laune verlasse ich Maria Alm.

Etwas bergauf, bis ich ein Schild Richtung Hundstein und Statzerhaus entdecke. Statzerhaus, das ist eine der Stationen meiner Alpenüberquerung! Ich überlege also nicht lange und freue mich, dass ich nun doch, schon so schnell, wieder an mein ursprüngliches Vorhaben anknüpfen kann.

Auf breiten und guten Wegen geht es schnell hinauf und ganz hinten oben, leicht links der Mitte, sieht man schon das Statzerhaus.

Langsam laufe ich durch die blühenden Alpenwiesen – traumhaft!

Plötzlich ein lauter Pfiff! Erschrocken schaue ich mich um und dann sehe ich es: ein Murmeltier guckt aus seinem Bau! 😀

Steinböcke sind mir nicht mehr beschieden, aber natürlich viele Alpenkühe. Am Anfang bin ich noch etwas ängstlich an ihnen vorbeigelaufen, jetzt gewöhne ich mich langsam an die Gegenwart der gemütlichen Tiere.

Etwas später und um einiges höher – das wird belohnt mit einem 360 Grad Panoramablick über die Alpen – Wahnsinn!

Ich kann mich nicht sattsehen, einfach wunderschön!

Es ist nicht mehr weit, bald habe ich die Statzerhütte erreicht.

Geschafft! Was für ein Jammer, dass ich hier nicht bleiben kann. Hab ja auch meine ganzen Sachen in Maria Alm. Und dort auch noch mein Zimmer. Und es wäre außerdem unvernünftig und zu früh, sich gleich wieder ins Geschehen zu stürzen. Aber kein Ding, ich bin froh, dass ich es überhaupt bis hierhin geschafft habe.

Erstmal zum Gipfelkreuz (2117m), den traumhaften Rundblick genießen.

Von hier aus kann man runter auf den Zeller See schauen, der in der letzten Eiszeit, vor etwa 10.000 bis 16.000 Jahren entstand.

Dann wohlverdiente Pause, ich empfehle „große Jonnaschorle an Alpenpanorama“. 🙂 Doch lange kann ich hier nicht bleiben. Es weht ein ganz schön kalter Wind hier und in die Hütte will ich nicht reingehen.

Also mache ich mich lieber wieder auf den Weg ins Tal. Adieu, Statzerhaus!

Auf dem gleichen Weg gehe ich zurück, jetzt gaaanz unanstrengend immer abwärts.

Serpentinenartig schlängelt sich der Weg nach unten…

… Schafe grasen desinteressiert vor einem atemberaubenden Bergpanorama – na die haben das ja auch jeden Tag….

Und Blumen über Blumen….

Motiv entdeckt! Das will ich malen, weiß ich jetzt schon!

Salzburg-Triest: Acryl 80x60

Und zack, hier ist es!

„Bäume, Berge…

… Bagger.“ Hat auch was! 🙂

Langsam steige ich ab und langsam melden sich jetzt auch die Füße. War ja auch ein langer Marsch heute!

Letzte Eindrücke…

… dann bin ich wieder in Maria Alm! Ich bin erschöpft, aber sehr zufrieden und glücklich. Etwas Zeit zur Erhohlung werde ich meinen Füßen noch gönnen müssen, bevor ich wieder richtig loslege. Aber es wird.