Tag 17: Rauris - Wasserfallweg - Schutzhaus Neubau - Rauris (7 Std. / ↑ 700 ↓ 500)

Heute fahre ich mit dem Bus ein Stückchen raus und wandere auf dem Wasserfallweg in Kolm Saigurn.

Vom Parkplatz Lenzanger gehe ich auf ausgeschilderten breiten Wegen zum Startpunkt des Wanderweges.

Hier beginnt der 2,8 km langer Wanderweg, der auf einfachen Pfaden, an rauschenden Wasserfällen vorbei führt.

Auch heute hängen die Wolken tief, keine Bergspitze ist zu sehen – dafür gibt es andere Dinge zu bestaunen.

Und auch zu hören! Das Rauschen der Wasserfälle und Bäche mischt sich mit Vogelzwitschern, Kuhglocken und dem Pfeiffen der Murmeltiere.

Traumhaft!

Über urige Wurzeln, Steine und abenteuerliche Stege komme ich an 5 Wasserfällen vorbei.

Und immer wieder liegt hier und da noch etwas Restschnee, auch noch mitten im August.

Auf der Hängebrücke bleibe ich etwas stehen und schaue gebannt auf die, unter mir vorbeirauschenden Wassermassen des Schildbachs, auch Tauernklammbach genannt.

Dann geht´s auf schmalen gewundenen Pfaden durch üppiges Grün…

…und blühende Wiesen.

Apropos Blumen! Edelweiß hätte ich so gerne gesehen, aber ist mir leider nicht beschieden, da die Pflanze eher in höheren Lagen vorkommt. Detlef, aber, hat auf seinem Weg welche entdeckt und fotografiert. Daraufhin machen wir einen Deal, ich bekomme das Foto und als Dankeschön male ich ihm ein Bild 🙂

? Salzburg-Triest: Collage, Acryl 40x40

Bald bin ich am Ziel, dem Naturfreundehaus. Um 17.15 fährt der letzte Bus von hier zurück nach Rauris, jetzt ist 13.30, also genug Zeit, um noch etwas weiter zu wandern. Wie schon beim Statzerhaus gibt es auch hier einen Weg zu einer Berghütte, die auch auf der ursprünglichen „Salzburg-Triest-Route“ gelegen hätte: Das Neubau Schutzhaus. Ca 90 Minuten soll es dauern bis dorthin, passt also und ist eine weitere gute Probe für meine Füße.

 Steil, aber nicht sehr anstrengend geht es aufwärts.

Und je höher ich steige…

…desto steiniger und felsiger wird der Untergrund. Geht aber, die Füße machen gut mit. Wobei der Abstieg die wirkliche Herausforderung ist, also mal lieber nicht zu früh freuen.

Ich drehe mich immer wieder um, um die schöne Aussicht zu genießen und sieh mal da – ein Regenbogen!

Das Schutzhaus Neubau (2175 m), inmitten von Sonnenstrahlen, die die Wolkendecke durchbrechen.

Ich habs unter den 90 Minuten geschafft und kann mir also noch einen Drink in der Hütte genehmigen, mich etwas ausruhen und dann entspannt wieder absteigen. Wieder im Naturfreundehaus angekommen habe ich auch hier noch genug Zeit für eine wärmende „Lieblingssuppe“. Ich plausche mit dem Wirt, der mir dann pötzlich und etwas aufgeregt ganz unbedingt was zeigen will: 5 kleine Hundewelpen sind es, sehr putzig und am liebsten würde ich einen mitnehmen, geht aber natürlich nicht. Mit dem Bus geht es dann wieder zurück nach Rauris für die letzte Übernachtung. Am nächsten Tag will ich weiter ziehen.